Wussten Sie schon…
- SAP wird Neo-Tenants von SAP Cloud Integration bis Ende 2028 abschalten.
- Eine Alternative sind Multi‑Cloud‑Foundation‑Tenants (Cloud Foundry).
- Diese Tenants laufen auf AWS und Azure und bieten höhere Performance, geringere Latenz sowie erweiterte Tools wie den API Manager, Trading Partner Manager und Integration Advisor.
- Die Migration von Neo zu Cloud Foundry erfolgt nicht automatisch und muss vom Kunden selbst durchgeführt – oder mit Unterstützung eines vertrauenswürdigen Partners wie VASS.
Vor mehr als einem Jahr kündigte SAP an, dass Neo-Tenants bis Ende 2028 eingestellt werden. Auch wenn 2029 noch weit entfernt scheint, kann ein Zögern zu erheblichen Beeinträchtigungen führen, da Integrationsprozesse dann nicht mehr funktionieren. Außerdem ist der Migrationsprozess komplizierter, als es zunächst erscheint.
Hintergrund
Seit 2012 hostet SAP seine Business Technology Platform (BTP, früher SAP Cloud Platform) auf eigener Hardware und Technologie. Neo-Tenants bildeten das Rückgrat der populären Integrationsplattform SAP Cloud Integration (CI). Ab 2020 führte SAP jedoch die Multi‑Cloud Foundation ein, wodurch BTP auch auf Drittanbieter‑Servern wie AWS und Azure betrieben werden kann. Dieser Wandel ermöglicht den Kunden Zugang zu besserer Hardware und einem flexibleren Technologie‑Stack. Heute stuft SAP Neo als veraltet ein und empfiehlt stattdessen die Multi‑Cloud Foundation (Cloud Foundry) als zukunftsfähige Alternative.
Unterschiede zwischen Neo und Multi‑Cloud Foundation
SAP bietet einen detaillierten Überblick über die Vorteile einer Migration zur Multi‑Cloud Foundation:
Die vollständige Tabelle finden Sie hier: https://help.sap.com/docs/btp/migrating-from-neo-environment-to-multi-cloud-foundation-cloud-foundry-and-kyma/why-you-should-migrate-from-neo-environment-to-multi-cloud-foundation
Kurz gesagt bieten Cloud Foundry CI-Umgebungen bessere Leistung, unterstützen mehr Sprachen und Laufzeitumgebungen und stellen fortschrittliche Tools in der Integration Suite bereit, wie zum Beispiel:
- API Management: Verwaltet APIs, ermöglicht Bündelung, fügt Routing-/Zugriffskontrollen hinzu und erlaubt die Monetarisierung von APIs. Es verbessert außerdem die Autorisierung und das Routing bei komplexen Integrationsszenarien.
- Trading Partner Management und Integration Advisor: SAPs erste KI-basierte Integrationstools. Obwohl noch in Entwicklung, bieten sie vielversprechende Mapping-Tools für komplexe Integrationsszenarien.
Die Benutzererfahrung bleibt zwischen Neo- und Multi-Cloud Foundation-Tenants konsistent, sodass für Ihre Cloud-Integrationsteams keine zusätzliche Schulung erforderlich ist.
Nächste Schritte und Migration
SAP bietet keine automatische Migrationslösung an, wodurch die Verantwortung bei den Kunden liegt. Da Cloud Integration in vielen Kundensystemen zentral ist, umfasst der Migrationsprozess wahrscheinlich mehr als nur das Verschieben von Inhalten. Änderungen an Serverzertifikaten, Autorisierungseinstellungen und Cloud Connector-Konfigurationen können nötig sein, was eine Zusammenarbeit verschiedener Teams erfordert.
SAP stellt eine Postman-Collection zur Unterstützung der Migration bereit, die jedoch technische Schwierigkeiten und Komplexitäten aufweist und sich daher nur für größere Migrationsprojekte mit mehr als 20–30 Integrationsflüssen eignet.
Auch wenn die Frist noch weit entfernt scheint, sollte jetzt mit der Planung begonnen werden, um zukünftige Störungen zu vermeiden. Für Fragen oder Migrationsangebote kontaktieren Sie uns bitte hier.
Viel Erfolg bei der Migration!
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